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Anthroposophische Methodik

Sechs Aufsätze aus den Hamburger Jahren
Autor: Karl Ballmer
12,00 €
Lieferbar innerhalb von ca. 4-5 Werktagen (Print on Demand)
Taschenbuch
EAN / 13-stellige ISBN: 978-3930964291
Verlag: Edition LGC
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Klappentext

"Die Frage, was ein Anthroposoph sei, bietet nicht geringere Schwierigkeiten als die Frage, was der Mensch sei. Und wie das Leben nun einmal ist: man ist Mensch, bevor man zutiefst weiß, was man ist; – und so ist man vorderhand Anthroposoph, ohne voll verantwortlich sein zu können für die anspruchsvollen Offenbarungen des Wesens Anthroposophie.Anthroposoph sein ist ein Schicksal. Ich bin Anthroposoph, indem ich weiß, dass ein gutes Schicksal mir einen aussichtsreichen Weg eröffnete, auf dem mir das Ziel meiner Menschenbestimmung in der Gestalt des Wesens Anthroposophie vorgegeben ist. Es ist mir in Aussicht gestellt, dass ich mich selbst realisieren werde, wenn ich die Kraft habe, mich selbst aus der Transzendenz eines Andern Ich entspringen zu lassen. Nicht das cogito ergo sum macht mich zum Anthroposophen, sondern die Einsicht: ich konstituiere mich als Ich, indem ich das Andere Ich erkennend wahrnehme."Eine Zusammenstellung von sechs verschiedenen Aufsätzen Karl Ballmers aus seiner Hamburger Zeit. Ihre Entstehung ist situationsbedingt – aktuelle Kontroversen, Buchbesprechungen, eine Stellungnahme zu einem nationalsozialistischen Machwerk –, doch nehmen wir hautnah teil am Einsatz einer intellektuell hoch engagierten Künstlerpersönlichkeit für die Sache Rudolf Steiners. Auch 80 Jahre später interessant für Anthroposophen und Nichtanthroposophen, die ahnen, dass die Innovationskraft Steiners bisher weder von einer fehlentwickelten anthroposophischen Gesellschaft noch von einer deswegen chanchenlosen Öffentlichkeit gesehen werden konnte. Siehe auch: www.edition-lgc.de

Autoreninformationen

Karl Ballmer (1891 in Aarau - 1958 in Lugano) war Maler und Schriftsteller. Er begegnete 1918 Rudolf Steiner. Von dieser Begegnung aus organisiert sich das ganze weitere Leben. Er lebt für zwei Jahre in Dornach, hält bei dem ersten Hochschulkurs im Oktober 1920 der Aufforderung R. Steiners folgend drei Vorträge über Kunst und verläßt den Ort Ende 1920, nachdem er im Zusammenhang der massiver werdenden Angiffe gegen Steiner für diesen öffentlich Stellung beziehend die Rückendeckung der Gesellschaft verliert. Über Umwege gelangt er nach Hamburg, wo er sich zunächst einem intensiven Studium des Werkes Rudolf Steiners und der zeitgenössischen Philosophie, insbesondere der protestantischen Theologie, unterzieht. Rudolf Steiner ins wissenschaftliche Gespräch zu bringen ist das Ziel, das er mit unvorstellbarem Arbeitsaufwand unter z.T. entbehrungsreichen Lebensbedingungen verfolgt. Nach sieben Jahren des Studiums tritt er im März 1928 mit den Rudolf Steiner-Blättern an die Öffentlichkeit, sich wendend an diejenigen Menschen, die Willens und fähig sind, das "Ereignis Rudolf Steiner" denkend zu bewältigen. Drei oder vier Ausgaben erscheinen, das Echo ist gering, Ballmer steht vor dem finanziellen Ruin.Er malt, nimmt zunehmend am künstlerischen Leben im Hamburg teil. Max Sauerlandt wird sein Förderer. In der letzten Vorlesung 1933 über moderne Kunst setzt er sich für Ballmer, der inzwischen Mitglied der Hamburger Sezession geworden ist, nachdrücklich ein. Die Arbeitsverhältnisse für Ballmer, der einen zunehmenden geistigen Einfluß auf die Künstler-Bewegung der Hamburger Sezession zu entfalten beginnt (was z.B. in Bildern Eduard Bargheers deutlich nachzuvollziehen ist), werden jedoch im Hitlerdeutschland immer schwieriger. Seine Lebensgefährtin Katharina van Cleef ist Jüdin. 1936 wird ihm Arbeitsverbot erteilt; sie verlassen 1938 Hamburg und kehren in die Schweiz zurück. Hier in Lamone (bei Lugano) verbringt er malend und schreibend seine letzten 20 Lebensjahre in fast vollständiger Einsamkeit. Zahlreiche Schriften entstehen zu Physik, Philosophie, Theologie als Anthroposophie. Ausgangspunkt sind oftmals Briefwechsel mit zahlreichen Personen des wissenschaftlichen Lebens im In- und Ausland. Mit schier unbeschreiblicher Arbeitsintensität verfolgt er das politische Geschehen der Welt, nimmt am wissenschaftlichen Gespräch teil, schreibt ungezählte Artikel, Erwiderungen, Leserbriefe in verschiedensten Zeitungen und Zeitschriften. Seine Beiträge zielen dabei immer kompromisslos aufs Grundsätzliche; er ist kein Systematiker, kein Akademiker, er ist Autodidakt, verfügt über ein immenses natur- und geisteswissenschaftliches Wissen; sein Denken ist ein ausgesprochen künstlerisches, lebendiges, was hier durchaus in dem oft vorbeiverstandenen Sinne der "Philosophie der Freiheit" Rudolf Steiners gemeint ist. Dadurch ist das anthroposophische, philosophische oder theologische Niveau oft sehr hoch, es kommt beim Leser zu empfindlichen Selbstbegegnungen, bei denen es dann oftmals bleibt. Das Ereignis Karl Ballmer kann als Konfrontation, vielmehr als künstlerisches Ineinanderarbeiten einer jahrzehntelangen existentiellen Orientierung innerhalb der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners und dem Welt-Geschehen, an dem er teilnimmt, angeschaut werden.

Artikeldetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3930964291
10-stellige ISBN 3930964295
Verlag Edition LGC
Sprache Deutsch
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Taschenbuch
Erscheinungsdatum 1. Oktober 2009
Seitenzahl 144
Beilage Paperback
Format (L×B×H) 20,4cm × 13,9cm × 2,4cm
Gewicht 189g
Warengruppe des Lieferanten Geisteswissenschaften - Philosophie
Mehrwertsteuer 7%

Alle angegeben Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer.