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Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit

Hilfen für Kriegskinder im Alter
19,95 €
15 Stück auf Lager
Taschenbuch
EAN / 13-stellige ISBN: 978-3608945522
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Klappentext

Wir wissen heute, dass die älteren Jahrgänge als Kriegskinder oder -teilnehmer  durch den Zweiten Weltkrieg geprägt wurden und dass diese Erfahrungen gerade im  Alter wieder hochkommen.

Unbestreitbar ist, dass diese Generation typische  Verhaltensweisen entwickelt hat, die zwar in der Kriegs- und Nachkriegszeit  vorteilhaft waren (»Was uns nicht umbringt, macht uns stärker«, »Hart wie  Krupp-Stahl«). Im Alter erweisen sie sich jedoch als problematisch, etwa dann,  wenn die Älteren ihre eigene Fürsorge vernachlässigen, körperliche Belastungen  ignorieren und Krankheiten nicht auskurieren. Dadurch, dass vergangene  Erfahrungen in beratenden und therapeutischen Gesprächen berücksichtigt werden,  kann Hilfe geleistet, Entlastung gegeben und Stabilität bewirkt werden. Der  Psychoanalytiker und Alternsforscher Radebold zeigt aber auch, was die  Betroffenen selbst dazu beitragen können.

Autoreninformationen

Hartmut Radebold, Univ. Prof. emer. Dr. med., ist Arzt für Psychiatrie / Neurologie und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker und Altersforscher und gilt als "Nestor der deutschsprachigen Psychotherapie Älterer" (PSYCHE).
Zuletzt beschäftigte er sich mit dem Thema "Abwesende Väter und Kriegskindheit - langanhaltende Folgen in Psychoanalysen".
Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Psychotherapie im Alter".

Inhaltsverzeichnis

Anstelle eines Vorworts - Ein Briefwechsel
1. Müssen wir zeitgeschichtlich denken, wenn wir Älteren  professionell begegnen?
2. Was geschah damals noch? Verluste, Gewalterfahrungen, Flucht und  Vertreibung
Zwischenfrage I: Dürfen wir uns als Deutsche mit diesem Teil unserer  Geschichte befassen?
3. Altersjahrgänge der Betroffenen und ihr Erfahrungshorizont
Zwischenfrage II: Waren alle betroffen und alle traumatisiert?
4. Wie reagierten die Betroffenen, ihre Familien und die Gesellschaft  damals - aktuell und langfristig?
5. Spätfolgen bei über 60-Jährigen und Älteren?
Symptomorientierung bei vernachlässigter Ätiologie
Zeitgeschichtliche Perspektive: Fehlanzeige
Woher stammen unsere  Kenntnisse?
Folgen: Ich-syntone Verhaltensweisen
Folgen: Psychische  Störungen
Folgen: Persönlichkeitsveränderungen
Folgen: Bindungs- und  Beziehungsstörungen
Folgen: Veränderungen der Identität
Folgen:  Funktionelle Störungen und körperliche Erkrankungen
Folgen:  Erscheinungsformen im Zeitablauf
Folgen: Trauma-Reaktivierungen und  Re-Traumatisierungen
Folgen: Nationalsozialistische Erziehung,  Traumatisierung und/oder neurotischer Konflikt
Notwendige Differenzierung:  nach Jahrgangsgruppen und Geschlecht
Notwendige Differenzierung: nach  Entwicklungsphasen
Notwendige Differenzierung: nach Subgruppen
Zwischenfrage III: Muss man die alten Geschichten
wieder aufwühlen?
6. Welche Erfahrungen wurden an wen weitergegeben?
7. Lebenslang psychisch stabil?
Erreichte vorläufige  psychische Stabilität
Vulnerabilität und Resilienz
Psychisch stabil =  psychisch gesund?
Abnehmende psychische Stabilität im mittleren  Erwachsenenalter
Lebenslang psychisch stabil?
8. Älterwerden: Entlastung oder Verschlimmerung?
Der  eigene Körper als letzterVerbündeter
Fehlende Kindheit oder Pubertät
Fortschreitende Einschränkung der Identität?
Lebenslang und für das  Altern benachteiligt?
Vorhandene und dazu noch brauchbare Modelle für das  eigene Altern?
Abgewehrte Trauer
Gefürchtete erneute Abhängigkeit
Prognose
Zwischenfrage IV: Müssen wir uns jetzt erneut die Geschichten von  »damals« anhören?
9. Zeitgeschichtlich denken und einfühlen
9.1 Zur  Psychotherapie über 60-Jähriger - Kenntnis- und Erfahrungsstand
9.2  Spezifische Beziehungskonstellationen
9.3 Aufgabenstellung
9.4 Zugang,  Abklärung und Arbeitsauftrag
Hinweise und Chiffren
Die Frage nach Alter  oder Jahrgang
Behutsame Neugier
Mögliche Schwierigkeiten
Akzeptierendes Einfühlen
Zwischenschritt: Zeit lassen
Zwischenschritt: reflektierend innehalten
Zur Diagnose: Systematische  Erfassung
Zur Diagnose: Differenzialdiagnose funktioneller und psychischer  Symptomatik
Zur Diagnose: Depression oder Trauer
Zur Diagnose:  Depression oder Demenz
Zur Diagnose: Trauma oder neurotische Störung  Arbeitsauftrag
9.5 Begleitende differenzierte Hilfestellung
9.6 ... in der  Psychotherapie
9.7 ... in der Beratung
9.8 ... in der allgemeinen ärztlichen  Versorgung
Hausarzttätigkeit
Krankenhaustätigkeit
In der  Rehabilitation
9.9 ... in der gerontopsychiatrischen Versorgung
9.10 ... in  der Pflege.
Häusliche Pflege
Institutionelle Pflege
9.11 ... in der  Seelsorge
9.12 Supervision
10. Warum wissen wir so wenig darüber?
Die Frage an die  Psychoanalyse
Die Frage an die zeitgeschichtliche Forschung
»Kriegskinder« = Alterskohorten mit fehlendem Gruppenbewusstsein?
11. Selbsthilfe für Betroffene
12. Holt uns unsere eigene Geschichte wieder ein?
13. Zeitgeschichtlich denken - Aufgabe nur bei Älteren?
14. Nachwort
Dank
Literatur
Anmerkungen
***

Artikeldetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3608945522
10-stellige ISBN 3608945520
Verlag Klett-Cotta Verlag
Sprache Deutsch
Auflage 6. Auflage im Jahr 2015
Anmerkungen zur Auflage 6. Auflage
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Taschenbuch
Erscheinungsdatum 15. August 2015
Seitenzahl 276
Format (L×B×H) 20,5cm × 12,6cm × 2,5cm
Gewicht 347g
Warengruppe des Lieferanten Geisteswissenschaften - Psychologie
Mehrwertsteuer 7%
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