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Vom Verstummen der Welt

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Wie uns der Verlust der Artenvielfalt kulturell verarmen lässt
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EAN / 13-stellige ISBN: 978-3865813305
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Rezensionen

full star full star full star full star full star full star empty star   Vor der Stille sei gewarnt
Was haben die Vielfalt der Klänge, Bilder und Beziehungen in der Natur mit unserer Sprache, mit den Geschichten und mit den Ausdrucksmöglichkeiten menschlicher Kultur zu tun? Und was bedeutet ihr Aussterben für uns? Der Forstwissenschaftler, Biologe und Abenteurer Marcel Robischon beantwortet diese Fragen anhand unzähliger Beispiele aus Wissenschaft und Naturgeschichte, die er literarisch mit ­eigenen Beobachtungen und Erzählungen aus aller Welt verknüpft: Eskimobrachvogel, Säbelantilope, Honigkuckuck und eine Vielzahl anderer Lebewesen finden ihren Platz in den metaphernreichen Beschreibungen. Ihre Einzigartigkeit gilt es zu schützen, in Gegenwart und Erinnerung – denn jede Form von Leben trägt einen Sinn und spielt eine Rolle im großen Ganzen, und ihr Verschwinden lässt eine ökologische Lücke zurück.
Verödete Graslandschaften mit weißen Schafen, Felsentauben in der Betonwüste – allerorts die gleichen Spezies: ein Ergebnis globalisierter Flora und Fauna, Paradigma für die Vergrauung unserer ursprünglichen Inspirationsquellen. Es wird von Bienenvölker-Deportationen über den Ozean berichtet, von der Kaninchenplage im England des 19. Jahrhunderts, von der »Tragödie unwiederbringlicher Verluste« durch die menschliche Experimentierfreude, die ganze Ökosysteme ins Ungleichgewicht gebracht hat, aber auch vom symbiotischen Zusammenspiel von Mensch und Natur seit jeher: wie Möwen den Seefahrern Land ankündigen, wie das »Tal der Eiben« uns an alte Zeiten erinnert, wie der Klang indigener Sprachen von wilden Vogelstimmen herrührt. Wenn von schillernden Wesen irgendwann nur noch verstaubte und verstummte Museumsexponate übrigbleiben, dann verliert auch unser Dasein an Glanz und Ideen.
In eindrucksvoller Bandbreite und stilistischem Vielklang – ganz gemäß dem Sujet – legt der Autor seine aufwendigen natur- und kulturwissenschaftlichen Recherchen vor. Anknüpfend an die angelsächsische Tradition des »Nature Writing«, setzt er seine Analyse in Bezug zu den gesammelten Mythen sowie zu seinen eigenen Naturerfahrungen, die durch wache Einfühlungsgabe intensiviert sind. So entsteht ein vielstimmiges, sinnlich erfahrbares und emotional ­bewegendes Plädoyer für das elementare menschliche Bedürfnis, im Einklang und Rhythmus sowie nach den »Verkehrsregeln« der Natur zu leben, anstatt sie zu ignorieren, auszubeuten und zu bekämpfen. ­Marcel Robischon ruft dazu auf, uns selbst im ­sensiblen Umgang mit der Erde zu üben – auch um unseres ­kulturellen Reichtums willen.

Eine Rezension aus der Zeitschrift Oya (www.oya-online.de) von Diana Schmidt, verfügbar unter der Lizenz »CC BY-NC-SA«.
Eine buch7.de-Rezension von Isabella Sadlo

Klappentext

Das Tal der Bären und der Berg der Geier - Reminiszenzen an eine Zeit, als die großen Wildtiere auch bei uns noch zahlreich waren. Heute sind sie weitgehend verschwunden - zurückgedrängt, verschollen oder für immer ausgestorben. Mit ihrem endgültigen Verschwinden aber verarmt nicht nur unser natürlicher Reichtum; verloren geht auch ein geistiges Reservoir, aus dem menschliche Kultur seit Jahrtausenden schöpft. Wir leben in einer Zeit der Vereinheitlichung; aus Vielfalt wird Einfalt. Doch was wir in unseren Städten tagtäglich beobachten, macht auch vor Wald und Flur nicht halt - mit den bekannten Folgen für unsere Ökosysteme. Welche Auswirkungen hat diese »biologische Globalisierung« auf den Menschen als kulturelles Wesen? Was bedeutet es für unser Denken, wenn immer weniger Pflanzen und Tiere die Natur bereichern oder der Reichtum der Arten als Muster für unsere Vorstellungen und Ideen verschwindet?
Marcel Robischon lädt den Leser zu einer ganz ungewöhnlichen, poetischen Reise ein und zeigt mit verblüffenden Einsichten, was es heißt, wenn alles auf der Welt »immer gleicher« wird. Eine literarische Entdeckung in der Tradition großer amerikanischer Schriftsteller von Henry D. Thoreau über Rachel Carson bis Michael Pollan.

Autoreninformationen

Marcel Robischon hat sich auf seinen Reisen rund um die Welt ein eigenes Bild gemacht. Er studierte Forstwissenschaften an den Universitäten Freiburg i. Br. und Oxford und promovierte in Biologie an der Universität Cambridge. Er ist Autor zahlreicher Zeitschriftenartikel und Buchbeiträge zu naturhistorischen und biologischen Themen. Vor Kurzem erschien sein Buch »Planet der Insekten«.

Artikeldetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3865813305
10-stellige ISBN 3865813305
Verlag Oekom Verlag GmbH
Sprache Deutsch
Editionsform Non Books / PBS
Einbandart E-Book
Typ des digitalen Artikels ePub
Copyright No protection
Erscheinungsdatum 27. Februar 2012
Seitenzahl 272
Warengruppe des Lieferanten Sozialwissenschaften - Umwelt
Mehrwertsteuer 19%
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