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Die grüne Matrix

Naturschutz und Welternährung am Scheideweg
13,00 €
7 Stück auf Lager
Taschenbuch
EAN / 13-stellige ISBN: 978-3897715172
Verlag: Unrast Verlag
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Rezensionen

full star full star full star full star full star empty star empty star   Neue Matrix der Landwirtschaft
Um weltweit Milliarden von Menschen zu ernähren, braucht es Gentechnik und industrielle Massenproduktion – so das Credo der Agrarkonzerne; Technik und Markt sollen die Lösungen liefern. Doch wie erklärt es sich, dass heute immer noch Milliarden chronisch Hunger leiden, obwohl längst genug Nahrungsmittel für alle produziert werden?

Der Agrarwissenschaftler und Blogautor Peter Clausing (www.agrardebatte.de) hat in »Die grüne Matrix« unzählige Studien aufbereitet, anhand derer er zeigt, dass der zukunftsfähigere Weg in Richtung Agrarökologie geht – ein durch die brasilianische »Bewegung der Landarbeiter ohne Boden« (MST) und die internationale kleinbäuerliche Bewegung »La Via Campesina« inspiriertes Konzept. Nur so könne Biodiversität erhalten und Armut bekämpft werden.

Heute enteignen Staaten im globalen Süden systematisch Land – sowohl zugunsten der industriellen Landwirtschaft (»Landgrabbing«) als auch zur Schaffung von Naturschutzgebieten (»Land Sparing«). Bei letzterem werden die Bewohner aus ihrer Heimat vertrieben, um für den »Erhalt von Biodiversität« unberührte Inseln in einem Meer chemisch und gentechnisch behandelter Monokulturen zu schaffen.
Große Naturschutzorganisationen spielen hier eine umstrittene Rolle. Oft sind sie indirekt an den Vertreibungen beteiligt oder kooperieren – wie der WWF – mit multinationalen Konzernen, denen sie durch Zertifikate zu einem grünen Image verhelfen.

Die betroffene Landbevölkerung steht der Idee der »Biodiversität« daher häufig feindlich gegenüber – kein Wunder, wenn Naturschutz und Armutsbekämpfung gegeneinander ausgespielt und Versprechungen von Arbeitsplätzen und Infrastruktur für die Menschen in den Pufferzonen oft leer bleiben. Den Profiteuren aus Wirtschaft und Politik gelingt es, gegenüber der Öffentlichkeit und den Betroffenen alternative Handlungswege zu verschleiern, Sachzwänge vorzuschützen und Widerstand zu zersplittern.

Dagegen kommt, so Clausing, in einem System agrarökologischer Landwirtschaft – »Land Sharing« – den kleinbäuerlichen Betrieben eine zentrale Rolle zu. Ihre Art des Anbaus schaffe eine »grüne Matrix«, durch die Lebewesen zwischen verschiedenen Habitatinseln bzw. Naturschutzgebieten hin und her wechseln können. Das sichere den Fortbestand der Arten. So bieten etwa mit Bäumen durchsetzte Kakaoplantagen einer Orchideenart zwar keinen Lebensraum, aber sie ermöglichen Bienen, die Orchideenpollen zwischen den Habitatinseln zu verbreiten.

Vor allem im globalen Süden würde die Anbau-Produktivität mit agrarökologischen Methoden steigen. Langfristig sei dafür allerdings eine Systemrevolution erforderlich, die ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen im Blick hat.

Eine Rezension aus der Zeitschrift Oya (www.oya-online.de) von Julia Fuchte, verfügbar unter der Lizenz »CC BY-NC-SA«.
Eine buch7.de-Rezension von Isabella Sadlo

Klappentext

Die Welternährung kann bei gleichzeitigem Erhalt der biologischen Vielfalt innerhalb von zehn Jahren gesichert werden

Der herkömmliche Naturschutz und die unter dem Begriff >Land Grabbing< bekannt gewordene Ausdehnung der industriellen Landwirtschaft in Afrika, Südostasien und Lateinamerika sind mit der Vertreibung von Menschen verbunden. Beide Herangehensweisen haben weder dazu beigetragen, den globalen Hunger erfolgreich zu bekämpfen, noch den stetigen Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten.
Das vorliegende Buch stellt dem Konzepte gegenüber, die von Agroökologen und sozialen Bewegungen wie >La Via Campesina< ausgearbeitet wurden. Nach Einschätzung des UNO-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter, wäre es möglich, die Nahrungsmittelproduktion in den Ländern des Südens innerhalb von zehn Jahren zu verdoppeln. Dafür wäre allerdings ein politischer Wille erforderlich. Mit dieser wissensbasierten kleinbäuerlichen Landwirtschaft würde zugleich eine >Matrix< entstehen, die zum den Erhalt der Biodiversität beitragen könnte.
Auf zwei Probleme wäre eine Antwort gefunden, die allerdings nicht kompatibel mit den derzeit dominierenden gesellschaftlichen Konzepten ist.

Autoreninformationen

Peter Clausing, geb. 1950, ist Agrarwissenschaftler und freier Publizist. Unter dem Pseudonym Klaus Pedersen erschien 2008 bei Unrast sein Buch "Naturschutz und Profit". Er ist Beirat der Informationsstelle Militarisierung e.V. und war viele Jahre in der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie aktiv.

Artikeldetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3897715172
10-stellige ISBN 3897715171
Verlag Unrast Verlag
Sprache Deutsch
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Taschenbuch
Erscheinungsdatum 1. September 2013
Seitenzahl 156
Format (L×B×H) 20,9cm × 14,1cm × 1,3cm
Gewicht 183g
Warengruppe des Lieferanten Sozialwissenschaften - Politik, Soziologie
Unsere Warengruppen Sachbücher - Gesellschaft
Mehrwertsteuer 7%
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