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Der unsichtbare Tropenhelm

Wie koloniales Denken noch immer unsere Köpfe beherrscht
10,00 €
34 Stück auf Lager
Taschenbuch
EAN / 13-stellige ISBN: 978-3927369757
Verlag: Drachen Verlag
Lieferung bis Di, 18.Dez. (ca. ¾), oder Mi, 19.Dez. (ca. ¼): bestellen Sie in den nächsten 23 Stunden, 53 Minuten mit Paketversand. Siehe Details.
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Rezension des buch7.de-Teams

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Mit ihrer schonungslosen Streitschrift „Der unsichtbare Tropenhelm. Wie koloniales Denken noch immer unsere Köpfe beherrscht“ schafft die Ökonomin und Historikerin Friederike Habermann Aufmerksamkeit für ein Thema, das in der „Weißen“ Welt gern de-thematisiert und verkleinert wird. Mit scharfem Witz und geistreicher Entlarvung von Stereotypen eröffnet die Autorin einen neuen Zugang zum Andersdenken in Themen wie Rassismus, Emanzipation und Fragen wie: „ Wer oder was ist überhaupt normal?“.

Der übersichtlich gestaltete Beitrag zu einer immer aktuellen Debatte, in der das existierende Überlegenheitsgefühl endgültig entsorgt werden sollte, erreicht schon während der Lektüre erste Erfolge: ein selbstkritisches Grübeln setzt ein.
Eine buch7.de-Rezension von Janna Conrad

Weitere Rezensionen

full star full star full star full star full star empty star empty star   Weißer Mann, was nun?
Der leichtfüßige Titel und das handliche Format dieses Buches lassen zu Beginn der Lektüre kaum erahnen, welch schwergewichtigen Inhalt den Leser erwartet. Viel mehr als nur ein Denkanstoß, ist dies ein Buch, das lange nachwirkt.
Der erste Teil untersucht die Geschichte des Kolonialismus und den Ursprung des Überlegenheitsgefühls, das bis heute fest in unseren Köpfen sitzt. Er analysiert auf sehr deutliche Weise, wie die europäischen Kolonialstaaten sich das angeblich »leere Land« in weiten Teilen Afrikas und der Südsee aneigneten. Die Einwohner dieser Länder, auf die sie aus irgendeinem unerfindlichen Grund Anspruch zu haben glaubten, nahmen sie als Menschen kaum wahr, und wenn, dann keinesfalls als gleichwertige, sondern als dumme, zurückgebliebene und bösartige Wesen. So ging es bis ins 20. Jahrhundert hinein.
Wer meint, dass dann alles besser geworden wäre (schließlich lieben die Deutschen Barack Obama), der irrt gewaltig: Im zweiten Teil deckt das Buch schonungslos den alltäglichen Rassismus auf, der uns heute noch umgibt und den wir alle mehr oder weniger in uns tragen. Kinderbücher (siehe die Debatte über die Entfernung rassistischer Ausdrücke aus Werken von Lindgren, Preußler, Ende usw.), Geschichtsbücher, Zeitungen und Gespräche sind voll davon. Wo kann man schon lesen, dass der 2. Weltkrieg einundzwanzig Millionen (!) Opfer in China gefordert hat? Oder, dass in der Türkei 12 Prozent der Vorstandsmitglieder Frauen sind, in Deutschland gerade mal 3,2 Prozent?
Afrika wird ohnehin nur als Kontinent der Hungernden wahrgenommen, die dringend uns Europäer als ihre Wohltäter und Retter brauchen. Niemand mag sich daran erinnern, dass vor der Invasion der Europäer keine Lebensmittellieferungen nötig waren. Das wird gerne »Entwicklungshilfe« genannt, aber Entwicklung wozu oder wohin? Sollen alle so werden wie wir? Da ist dieses Überlegenheitsgefühl ebenso stark wie bei dem Ehepaar, das eine russische Haushaltshilfe einstellt und sich keine Gedanken darüber macht, warum deren Universitätsabschluss in Deutschland nicht anerkannt wird – man gibt ihr doch Arbeit und fühlt sich gut dabei.
Die Liste des Alltagsrassismus ist lang und unerfreulich und jeder, der dieses Buch liest, wird sich an irgendeiner Stelle ertappt fühlen. Die Frage am Ende ist: Was tun mit dieser Erkenntnis? Ist es möglich, den Rassismus aus den Köpfen zu verbannen? Werden wir ihn wieder los, den weißen Mann, der auszog, die Welt zu »zivilisieren«? Werden wir irgendwann auf Augenhöhe miteinander leben und reden? Die Autorin hat noch Hoffnung und gibt diese an uns Leser weiter. Versuchen wir es. Aber leicht ist es nicht. Da bedarf es noch viel Übung und vor allem auch öffentlicher Diskussion.

Eine Rezension aus der Zeitschrift Oya (www.oya-online.de) von Sylvia Buttler, verfügbar unter der Lizenz »CC BY-NC-SA«.
Eine buch7.de-Rezension von Isabella Sadlo

Klappentext

Wer die abendländische Gesellschaft für frei, aufgeklärt und gerecht hält, wird über die Wunden, auf die Friederike Habermann den Finger legt, erstaunt sein: Die Ökonomin, Historikerin und Politikwissenschaftlerin zeigt auf, warum die westliche Gesellschaft auf struktureller Gewalt basiert und die vielgerühmte Freiheit des Westens in Wirklichkeit eine Freiheit der Angepassten ist. Ihre fulminante Tiefenkritik der unsichtbaren Tropenhelme, unter denen wir bis heute ein kolonialistisches Denken zelebrieren, macht deutlich, wie der weitverbreitete Wahn, die westliche Kultur sei die höchste Stufe kultureller Entwicklung, weltweit subtil und offen Gewalt ausübt. Sie zeigt die Ursprünge von Konkurrenz und Rassismus auf und eröffnet so eine Perspektive zur Überwindung von Ausbeutung und Unterdrückung und zur Emanzipation des Anderen.

Artikeldetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3927369757
10-stellige ISBN 3927369756
Verlag Drachen Verlag
Sprache Deutsch
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Taschenbuch
Erscheinungsdatum 29. April 2013
Seitenzahl 112
Format (L×B×H) 17,5cm × 13,6cm × 1,2cm
Gewicht 119g
Warengruppe des Lieferanten Sozialwissenschaften - Politik, Soziologie
Unsere Warengruppen Sachbücher - Gesellschaft
In unseren Listen Philosophisches - Sozialtheorie und -kritik
Mehrwertsteuer 7%
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