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Archäologie und Macht

Zur Instrumentalisierung der Ur- und Frühgeschichte
14,00 €
6 Stück auf Lager
Taschenbuch
EAN / 13-stellige ISBN: 978-3844814200
Verlag: Books on Demand
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Rezensionen

full star full star full star full star full star full star empty star   Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?
Von George Orwell stammt die griffige Formel: »Wer die Vergangenheit beherrscht, kontrolliert die Zukunft. Und wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.« So mag sich erklären, warum seit langer Zeit ein heftiger Streit darüber entbrannt ist, ob wir Menschen uns schon in grauer Vorzeit nach Klassen und Geschlechtern unterdrückten, ob wir uns immer schon bekriegten, auf der Suche nach persönlichem Vorteil immer schon den Planeten zerstörten, immer schon den einen, einzig wahren Vatergott verehrten – oder ob es vielleicht schon einmal ganz anders gewesen ist und die erwähnten Dinge mithin nicht unbedingt untrennbar zum Menschsein gehören. In den letzten hundert Jahren haben Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen zahllose Hinweise dafür gefunden, dass beispielsweise unsere Vorfahren in der Altsteinzeit so etwas wie geplante massenhafte Gewalt (= Krieg) nicht kannten. Und vieles spricht dafür, dass die von Ethnologen noch heute bei verschiedenen Völkern entdeckte Gewohnheit, Frauen, Kinder und Beziehungspflege in den kulturellen Mittelpunkt zu stellen (Matrifokalität) und ansonsten herrschaftsfrei (egalitär) und friedliebend zu leben, bis in die Jungsteinzeit hinein offenbar die globale Normalität gewesen ist. Doch gibt es da auch noch das andere Lager jener Wissenschaft, das sich der heutigen, patriarchalen Normalität verpflichtet fühlt – und dieses patriarchale System erkennt in dem sich abzeichnenden neuen, revolutionären Bild von der Vergangenheit eine echte Bedrohung der eigenen Definitionsmacht. Dieser Seite liegt viel dar­an, Herrschaft und Ausbeutung weiterhin als etwas quasi Naturgegebenes zu legitimieren, und so wird der Kampf um die (früh-)geschichtliche Deutungshoheit von ihr auch durchaus mit harten Bandagen geführt. Als Antwort auf derartige Versuche, bereits für die frühe Geschichte des Menschen patriarchale Verhältnisse zu postulieren, veröffentlichte ­Gabriele Uhlmann nun ihr sehr engagiert geschriebenes Buch »Archäologie und Macht«. Darin nimmt sie mit viel Sachverstand die anthropologisch-archäologischen Indizien etwa zur Interpretation der altsteinzeitlichen Urmutter-Darstellungen oder des jungsteinzeitlichen »Massakers von Thalheim«  unter die Lupe.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass die Lektüre an vielen Stellen eine gehörige Bereitschaft, sich »einzudenken«, erfordert. Aber die ebenso wichtige wie interessante Thematik lohnt doch allemal die vertiefte Beschäftigung.

Eine Rezension aus der Zeitschrift Oya (www.oya-online.de) von Jochen Schilk, verfügbar unter der Lizenz »CC BY-NC-SA«.
Eine buch7.de-Rezension von Isabella Sadlo

Klappentext

Seit seinen Anfängen bedient sich das Patriarchat der Mythografie, um seine Machtstrukturen zu legitimieren und aufrecht zu erhalten. Waren es in der Frühgeschichte religiöse Mythen, so hat sich die Mythenbildung und -tradition im Verlauf der Geschichte in andere Bereiche verlagert. Heute tragen ausgerechnet die Wissenschaften, von denen die Allgemeinheit Aufklärung und geistigen Fortschritt erwartet, in besonderem Maße zur Weiterverbreitung alter und Bildung neuer Mythen bei. In diesem Buch geht es um die Methoden der herrschenden Lehre, diese Mythen als Wahrheit zu verkaufen.
Auf der Basis neuester anthropologischer und archäologischer Erkenntnisse kritisiert die Patriarchatsforscherin Gabriele Uhlmann die Rekonstruktion der vorpatriarchalen Menschheitsgeschichte durch die Archäologie.
Am Beispiel des Massakers von Talheim vor 7.000 Jahren zeigt sie auf, welche Strategie gefahren wird, um für die gesamte Jungsteinzeit Patriarchat postulieren zu können.

Autoreninformationen

Die Patriarchatsforscherin und -kritikerin Gabriele Uhlmann (Jg. 1964) beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit den Wurzeln unserer Kulturen. Sie kritisiert die ideologisch motivierte Archäologie und Urgeschichtsforschung und deren Instrumentalisierung für gegenwärtige gesellschaftspolitische Ziele. Ihr unabhängiger, interdisziplinärer Ansatz berücksichtigt dabei Kulturanthropologie, Theologie, Psychologie, Biologie, Geografie u.v.m.. Nach "Archäologie und Macht" (2012) legt sie mit diesem Band ihr zweites Buch vor.

Artikeldetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3844814200
10-stellige ISBN 3844814205
Verlag Books on Demand
Sprache Deutsch
Auflage 3. Auflage im Jahr 2012
Anmerkungen zur Auflage 3. Auflage
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Taschenbuch
Erscheinungsdatum 18. April 2012
Seitenzahl 216
Beilage Paperback
Format (L×B×H) 22,5cm × 15,4cm × 2,0cm
Gewicht 335g
Warengruppe des Lieferanten Sozialwissenschaften - Politik, Soziologie
Mehrwertsteuer 7%
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