Therapieziel Identität – Inge Seiffge-Krenke | buch7 – Der soziale Buchhandel
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Blick ins Buch

Therapieziel Identität

Veränderte Beziehungen, Krankheitsbilder und Therapie

Psychotherapeuten begegnen zunehmend Patienten mit Identitätsproblemen:
- jüngeren, deren Identität noch nicht entwickelt ist oder
- älteren, deren bislang stabile Identität durch den Verlust ihrer Arbeitsstelle oder durch die Trennung von ihrem Partner verloren gegangen ist, und die sich neue Identitätsentwürfe erarbeiten müssen. War früher die Wiederherstellung der Autonomie eines Patienten das vordringliche Therapieziel, so rückt heute verstärkt die Identitätsarbeit in den Vordergrund; dies bedeutet konkret, dass nicht (mehr) zusammenhängende Identitätsfragmente wieder zusammengefügt werden müssen. Die Zahl der Fälle dieser »Identitätsdiffusion« nimmt gegenwärtig zu, da sich Familie und Arbeitswelt - die eigentlichen Ankerpunkte für eine solide Identitätsausbildung - im Umbruch befinden und ihre althergebrachten Funktionen immer seltener erfüllen. Die Autorin analysiert diese Entwicklungen und ihre Ursachen und beschreibt, wie die therapeutischen Konsequenzen aussehen können.

Aus dem Inhalt:
- Lebensphasen und Identitätsentwicklung (Überblick über den gesamten Lebenslauf)
- Entwicklung und Identität (besonders Kindes- und Jugendalter)
- Identität und Beziehung (Beispiel: Frauen, die sich über die Beziehung zu ihrem Partner identifizieren)
- Identität, Geschlecht, Migration (Warum beispielsweise viele Migranten Probleme haben, ihre ausländische Identität um deutsche Anteile zu erweitern; Geschlechtsidentitäten, z. B. Männer in Frauenkörpern und umgekehrt)
- Identität und neue Medien (angenommene Identitäten in sozialen Netzwerken)
- Konsequenzen für die Therapie

- Erfahrene und renommierte Autorin
- Neue therapeutische Antworten

Dieses Buch richtet sich an:
- Alle Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, vor allem tiefenpsychologisch/ psychodynamisch orientierte
- Kinder- und Jugendlichentherapeuten
- EntwicklungspsychologInnen

Gebunden 04/2012
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Autoreninformationen

Inge Seiffge-Krenke, Dr. phil., ist Professorin für Entwicklungspsychologie und Gesundheitspsychologie
an der Universität Mainz mit Schwerpunkt Beziehungsforschung. Sie ist Psychoanalytikerin und in der Lehre und Supervision tätig.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . 7

2. Lebensphasen in Bewegung: Identität früher und heute . . . . . . .
. . . 10
Nie erwachsen: Was sind die Indikatoren? . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . 11
Ein Blick zurück: Historische Belege für eine
verlängerte
Identitätsexploration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Eriksons Theorie und
Identitätsentwicklung heute:
Was hat sich wirklich geändert? . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Lebensphasen in Bewegung
und »Vermischung« der Generationen . . . . 29
Überlegungen für Beratung und
Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

3. Entwicklung und Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Wie werden Kinder selbst-bewusst? . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
41
Identitätsentwicklung im Jugendalter:
Relationale Identität und
Identitätsexploration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Körper und
Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . 51
Geschlecht macht einen Unterschied:
Männliche und
weibliche Identitätsentwürfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
54
Körper und Identität im Erwachsenenalter
und die Bedeutung von
Krankheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
62
Identität verändert sich:
Kohärenz, Stabilität und Veränderung über
die Zeit . . . . . . . . . . . . . . . 66
Überlegungen für Beratung und
Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

4. Identität und Beziehungen: Der Einfluss der Familie . . . . . . . .
. . . . . 75
Identität aus Beziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Kreative Hilfen bei der
Identitätsentwicklung im Beziehungskontext . . . 80
Was haben Eltern mit der
Identitätsentwicklung ihrer Kinder zu tun? . . 83
Längere Beelterung:
Konsequenzen für die Identitätsentwicklung? . . . . . 90
Risiken und
Störfaktoren für die Identitätsentwicklung in Familien . . . .
94
Überlegungen für Beratung und Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . 104

5. Identität und Intimität in Partnerbeziehungen . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . 108
Intimität in Partnerbeziehungen:
Männer individuieren
anders, Frauen auch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
109
Identität und Intimität in Partnerbeziehungen: Wie ähnlich müssen Partner
einander sein und wie wird Intimität kommuniziert? . . . . . . . 113
Gefahr
für die Intimität durch verzögerte Identitätsentwicklung? . . . . . .
116
Partnerbeziehung und Identität: Gefährliche Symbiosen und Isolation
120
Virtuelle und reale Partner: Einflüsse auf Identität und Intimität . . .
. . . 127
Überlegungen für Beratung und Therapie . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . 132

6. Identität, Geschlecht und Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . 136
»Sohn ihres Vaters«: Geschlecht und
Identität als soziale Kategorien . . . 136
Sexuelle Diversität bei Eltern und
Kindern:
Gefahren für die sexuelle Identität? . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . 144
Identität und Kultur: Gesundheitsprobleme
von Migranten . . . . . . . . . . . 150
Leben zwischen den Kulturen:
Bikulturelle Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
Identität und
Akkulturation:
Anpassungsstrategien in Familien und Paarbeziehungen . . . .
. . . . . . . 160
Überlegungen für Beratung und Therapie . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . 167

7. Identität und therapeutische Beziehung . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . 170
Wandel in der therapeutischen Identität:
Vom
klassischen Ansatz über das Containing zur Struktur . . . . . . . . .
170
Krankheitsbilder, bei denen die Identität besonders betroffen ist . . . .
. . 174
Diagnostische Hilfen: Differenzierung zwischen
Identitätskrise,
Identitätsdiffusion und Identitätskonflikt . . . . . . . . . . .
184
Veränderungen in der Behandlungstechnik, die für die

Identitätsentwicklung und Identitätsprobleme relevant sind . . . . . . . .
191
Spezifische identitätsbezogene Interventionen . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . 201
Nochmals: Die Veränderung der therapeutischen Identität

im »unmöglichen Beruf« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . 210

Abbildungsnachweis . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
218
Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219

Produktdetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3608947304
10-stellige ISBN 3608947302
Verlag Klett-Cotta Verlag
Sprache Deutsch
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Gebunden
Erscheinungsdatum 23. April 2012
Seitenzahl 250
Illustrationsbemerkung ca. 10 s/w Abbildungen und Grafiken
Format (L×B×H) 23,3cm × 15,9cm × 2,7cm
Gewicht 555g
Warengruppe des Lieferanten Geisteswissenschaften - Psychologie
Mehrwertsteuer 7% (im angegebenen Preis enthalten)
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