Co-Abhängigkeit – Jens Flassbeck | buch7 – Der soziale Buchhandel
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Blick ins Buch

Co-Abhängigkeit

Diagnose, Ursachen und Therapie für Angehörige von Suchtkranken

Suchtkranke sind fast immer umgeben von mehreren nahestehenden Menschen, die ihnen helfen und sie aus der Sucht befreien wollen und sich darüber co-abhängig verstricken. Angst, Scham, Verdruss, immer wieder zerstörte Hoffnung, Ohnmacht und Verzweiflung sind das täglich Brot der Angehörigen, Helfer und Freunde.
Ihre Leiden und ihre Not werden bisher weder von Therapeuten noch von der Gesellschaft gesehen.

Das Buch - beschreibt die typischen Abläufe einer co-abhängigen Verstrickung; - benennt die Symptome und spezifischen Erkrankungen im Umfeld eines Süchtigen; - entwickelt Leitlinien für eine dringend gebotene psychotherapeutische Behandlung; - klärt über die individuellen und gesellschaftlichen Zusammenhänge auf. Auch für Betroffene lesbar. ZIELGRUPPE: - Suchttherapeuten - Psychotherapeuten - Psychologische Berater - Ärzte - Sozialarbeiter - Pfleger - Laienhelfer im Suchtbereich - Betroffene

Taschenbuch 03/2011
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Autoreninformationen

Jens Flassbeck, Diplom-Psychologe, Ausbildung in Gesprächspsychotherapie, ist Gesamtleiter der Fachklinik Extertal bei Bielefeld (Rehabilitationsklinik für Drogenabhängige).

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Vorweg 11

Einleitung Von Frosch, Prinzessin, Hoffnung und Küssen 13

Von gesellschaftlicher Routine und verkappter Menschlichkeit 14

Abhängigkeitist ein soziales System 16

Vom stillen Funktionieren und vergessenen Leiden 20

Was Sie erwartet . 23

Zum Gebrauch von Sprache 23

Zu den Inhalten 25

Was ist Co-Abhängigkeit? . 29

1.1 Eine Ordnung: Drei Formen und drei Systemebenen 30

1.2 Co-Abhängigkeit als co-abhängiges Risiko und persönliche Verstrickung 34

Das stille Leiden . 34

Helfen ist menschlich, aber »Perlen vor die Säue«  36

Von Langmut und anderem persönlichen Zierrat 38

Vom Wegschauen der anderen. 39

Von Sprachlosigkeit und überwältigenden Gefühlen 41

Zum familiären Zusammenhalt 44

Eine Definition der co-abhängigen Verstrickung 45

1.3 Co-Abhängigkeit als therapeutische Verstrickung  47

1.4   Co-Abhängigkeit als Co-Abhängigkeitssyndrom 48

Abhängigkeitsspezifische Symptome 50

Schamkomplex und andere sozioemotionale Störungen 52

Zusätzliche wichtige und typische Auffälligkeiten . 56

Symptomatischer Abgleich Co-Abhängigkeit versus Sucht 58

Operationalisierung der Diagnose 61

1.5   Co-Abhängigkeit in Abgrenzung zu anderen Formen zwischenmenschlicher Abhängigkeit 62

1.6   Co-Abhängigkeit in Wechselwirkung mit anderen psychischen Störungen 64

1.7   Co-Abhängigkeit bei Kindern 68

2.   Institutionelle Co-Abhängigkeit 70

2.1   Institutionelle Diagnose . 72 Abhängigkeitsspezifi sche Auffälligkeiten  74

Einseitige Solidarität und Überbetonung des Sozialen 78

Weitere personelle und organisatorische Störungen 82

2.2   In Kombination mit macht- und ökonomisch begründeter Abhängigkeit 84

Zu den Machtaspekten 85

Zu den ökonomischen Aspekten   86

3.   Daten und Fakten   90

3.1   Prävalenz . 91 Einige kritische Anmerkungen und Fragen . 92 Eine eigene nicht repräsentative Schätzung   94

3.2   Ambulante Behandlungsquote . 97

3.3   Zur Geschlechterasymmetrie . 98

3.4   Zum co-abhängigen Risiko von Kindern aus Suchtfamilien    100

3.5   Weitere Befunde zu Kindern aus Suchtfamilien   102

3.6   Eine kleine Auszählung an Veröffentlichungen 103

4.   Störungsbedingungen und Ressourcen  . 106

4.1   Der Schliffzur Prinzessin 107

Von der Last, Prinzessin zu sein 108

Mögen hätte ich schon gewollt, aber dürfen habe ich mich nicht getraut 111

4.2   Die Prinzessin küsst sich zur Fröschin 113

Vom übermäßigen Bedürfnis, gebraucht zu werden . 115

4.3   Die Beliebigkeit der (co-)abhängigen Rollenverteilung 117

4.4   Eine nicht alltägliche, irrationale und komplexe Belastung   119

Spezifischer co-abhängiger Stress . 120 Unspezifischer Stress 122

4.5   Vom kindlichen Trauma einer Suchtfamilie 123 Traumatisierende Bedingungen und ihre traumatischen Folgen 124

4.6   Von Freiheit, Selbsterhaltung und Ressourcen 129

5.   Institutionelle und gesellschaftliche Aspekte . 133

5.1   Die systemimmanenteFehldynamik 134

5.2   Das co-abhängige Dilemma von Konsequenz und Menschlichkeit 137

5.3   Zum Mangel an offenem und kritischem Dialog 139

5.4   Von positiven, doch inhaltsleeren Images  141

5.5   Sucht ziehtnichtnur Süchtigemagisch an 144

5.6   Aspekte der Arbeitszufriedenheit   148

5.7   Abhängigkeit durch formale und informelle Macht 149

5.8   Ökonomische Zwänge 152

5.9   Zur Suchtgesellschaft . 154

6.   Wo finden Angehörige Beratung und Therapie?  157

6.1   Aufklärungund Prävention 157

6.2   Beratung und Therapie 160

6.3   Ineffektive und ineffizienteSuchthilfe 168

7.   Leitthemen und Leitlinien der Behandlung 170

7.1   Ein personzentriertes Behandlungsangebot 170 Psychotherapeutische Stoßrichtung 171

Der Frosch muss an die Wand, viele Male! - zur Prozessorientierung    174

7.2   Reden hilft 175

7.3   ICH statt ER - Anstoßen der Selbstaktualisierung   176

  Wie geht es Ihnen?   177

  Der kleine Anfang, wieder etwas für sich zu tun 179

Die berühmte Frage nach dem Warum 181

Die Hoffnung stirbt zuletzt 184

Aufhören zu lächeln 186

Trennen oder Trennung 189

Heilsame Verstörung des Mythos vom moralisch besseren Menschen 193

Ehrgeiz entwickeln und die Therapie gut beenden . 197 Therapie klären oder zur Not vorzeitig beenden 198

7.4   DU statt ER - Anstoßen der Beziehungsfähigkeit 202

Nein sagen 203

Scham überwinden . 206 Hilfebedürftigkeit eingestehen und annehmen 209 Auseinandersetzen und Auseinandersetzung 213

Den Frosch an die Wand werfen - gesunde Aggressivität 220

Angst vor Rückfällen 223

Feste Kost für den großen Hunger nach Gebrauchtwerden     224

7.5   Vermittlung von Wissen und Kompetenzen 226

Sucht und der Umgang damit 227

Sich und andere schützen 231

Co-Abhängigkeit als Thema 233

Die Ex-Coabhängige als Multiplikator 233

7.6 Psychotherapie für Kinder in Suchtfamilien 235

7.7   Zur Traumabewältigung einer Suchtfamilie 238

Die Wiedererinnerung, so nebenbei (Schritt 1) 240

Zusammenhänge zwischen Trauma damals und Leben heute (Schritt 2) 241

Stabilisieren, stärken und selbst behaupten (Schritt 3) 243

Das übersehene Kind bergen und Ressourcen aktivieren (Schritt 4) 245

8.   Institutionelle Strategien und Maßnahmen  . 249

8.1   Allgemeine institutionelle Strategien 249

Mit Bedacht reden 250

Coaching   252

Klarheit, Verbindlichkeit und Kontrolle 253

Demokratisches, wertschätzendes und kritisches Arbeitsklima   254

8.2   Institutionelle Maßnahmen in der Suchthilfe . 255

Angehörigenangebote. 255

Schritte zu einer angehörigenzentrierten Haltung 257

Konzentration auf den Einzelfall und kleine, unabhängige Einrichtungen 262

Kommunikation und Kooperation - Zauberwort Vernetzung 263

Personelle Durchlässigkeit 264

Wirtschaftliche Unabhängigkeit   265

Resümee  266

Literatur 268

Produktdetails

EAN / 13-stellige ISBN 978-3608891065
10-stellige ISBN 3608891064
Verlag Klett-Cotta Verlag
Sprache Deutsch
Editionsform Hardcover / Softcover / Karten
Einbandart Taschenbuch
Erscheinungsdatum 1. März 2011
Seitenzahl 271
Format (L×B×H) 20,8cm × 13,4cm × 2,2cm
Gewicht 338g
Warengruppe des Lieferanten Geisteswissenschaften - Psychologie
Mehrwertsteuer 5% (im angegebenen Preis enthalten)
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